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"Otto von der Decke" -
ein
Roboter von der Charité
"Nintendochirurgie" so lauten Vorurteile gegenüber Medizinrobotern.
In der Berliner Charité sieht man das anders. Hier wurde 1999 der
"interaktive Medizinroboter" "Otto von der Decke"
und später sein Nachfolgemodell "Robodent" entwickelt.
"Otto" sieht aus wie eine Spinne und arbeitet erfolgreich in
der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Seine Entwickler ist Professor
Dr. Tim Lüth, Professor für Navigation und Robotik. "Otto
arbeitet milimetergenau und ist nie müde", lobt er die Vorteile
des OP-Assistenten. Das ist z.B. bei Hüftprothesen sehr wichtig.
Je genauer die Prothese im Oberschenkel "eingebohrt" wird, desto
weniger Reparaturen sind später nötig. Neben Bohren kann "Otto"
auch Kanülen setzen, fräsen und sägen. "Otto"
muss aber warten, bis der Arzt ihn von der Decke holt und wie ein Werkzeug
führt. Heute ist es möglich, dass Ärzte von ganz verschiedenen
Städten aus über Videokonferenz oder Internet eine Operation
gemeinsam durchführen. "Otto" muss also voll auf Draht
sein.
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